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Klickern - 1. Das Grundprinzip

Dem Hund wird antrainiert, (er wird konditioniert), dass ein bestimmtes Geräusch eine Belohnung verspricht.

 

Das heisst, immer wenn ein bestimmtes Geräusch ertönt, weiss er, dass er etwas Tolles bekommt. Meistens ein besonderes Leckerchen, das er sehr gerne mag.

 

Viele kennen dies von ihrem Hund schon, wenn z.B. eine Tüte raschelt, oder die Kühlschranktür geht, dann steht der Hund sofort da.

 

Das Geräusch muss kein Klick sein, es kann auch ein bestimmtes Wort sein (Ich mag den Klicker sehr gerne, weil der einfach stimmungsfrei ist, im Gegensatz  zur Stimme).


Wenn ich dem Hund das Klickern antrainieren möchte, ist dies denkbar einfach:

 

Ich nehme richtig feine Leckerchen (die ihm richtig gut schmecken und und er diese natürlich verträgt) in kleinen Stückchen (wirklich klein).

Dann suche ich mir eine Umgebung, in der der Hund entspannt ist (keine anderen Hunde, nichts, was ihn ablenkt) - am besten zu Hause.

 

Es geht los:

 

Ich locke den Hund zu mir, mach ihn etwas neugierig (bitte kein Kommando, wie z.B. "sitz", oder "platz") und klicke das erste Mal hinter dem Rücken, oder wickle ein Handdtuch um die Klicker - Hand (besonders wichtig bei ängstlichen oder geräuschempfindlichen Hunden aus dem Tierschutz).

Die Leckerchen habe ich hinter mir (auf einem Tisch, etc.) platziert.

 

Sofort nach dem Klick greife ich zügig, aber ohne Hektik nach dem Leckerchen (bei mir Käse) 

und gebe es dem Hund.

Das mache ich  ca. 10 mal hinternander.

Danach sage ich gerne noch ein freundliches "fertig", und zeige ihm die leeren Hände so dass der Hund nicht in eine Erwartungsunsicherheit fällt.

Die erste Übung ist damit abgeschlossen. 


Anleitung auch im anschliessenden Video.


Gründe, warum es nicht funktioniern könnte, der Hund sich nicht konzentrieren mag oder kann:

 

1. Er mag die Leckerlis nicht wirklich. Bitte achtet auf hochwertige Leckerchen, wie Wurst oder Käse, bitte kein Trockenfutter. Natürlich muss er es vertragen.

2.Mein Hund nimmt keine Leckerchen. Alle Hunde ernähren sich, sie überleben dadurch. In meiner Praxis hat sich herausgestellt, dass es fast immer eine Frage der Entspannung ist, ob der Hund sich für Leckerchen interessiert. Ein gestresster Hund kann nichts zu sich nehmen. Ist bei uns Menschen ähnlich.

3. Er kann sich nicht entspannen und konzentrieren, weil er aus irgendeinem Grund gestresst ist.

4. Er ist so hungrig, dass er sich ausschliesslich nur auf den Käse konzentrieren kann. Bitte nie den Hund vor dem Arbeiten hungern lassen!.

5. Die Leckerchen liegen zu dicht beim Hund, so dass er ebenfalls nur auf den Käse fixiert ist.

6. Ich bin zu aufgeregt. Wenn man selbst nervös ist, kann der Hund nicht zur Ruhe kommen. Es gibt keinen Zeitdruck. Wenn man merkt, dass man nicht entspannt ist, dann sucht man sich einfach einen anderen passenden Moment, wenn z.B. die Familie ausser Haus ist.

7. Leckerchen  und Clicker wird gleichzeitig vor die Hundenase gehalten. Dann interessiert er sich nimmer für das Geräusch, sondern nur für die Leckerei.

8. Der Hund hat dieses oder ein ähnliches Geräusch schon mal in seinem Leben negativ verknüpft. dann kann ihm dieses Klicker-Geräusch Angst machen. Dann bitte statt Clicker ein  bestimmtes Wort (das ich im Alltag nie nutze) wählen, das ich anstatt Clicker verwende

 

Wenn Ihr auf das Bild klickt, seht Ihr in einem kurzen Film, wie man den Clicker und die Leckerchen platzieren kann.

(Da Lula bereits geklickert ist, hat sie versucht, herauszufinden, was ich von ihr möchte, deswegen hat sie die Kamera versuchsweise angestupst)